Starke Schwankungen bei M&A Transaktionen 2017

Das M&A Jahr 2017 in der DACH-Region war bisher geprägt von starken Schwankungen. Während der Wert der M&A Transaktionen im ersten und zweiten Quartal des Jahres 2017 gegenüber den vorherigen Quartalen noch anstieg, wurde im 3. Quartal ein starker Rückgang von knapp 65% verzeichnet. Dies ist gleichzeitig der niedrigste Wert seit dem 4. Quartal 2014. Trotz des Einbruches beim Deal-Wert stieg die Anzahl der getätigten Transaktionen zwischen dem 2. und dem 3. Quartal 2017 von 1.425 auf 1.441.

Entwicklung MA Markt 2017

Insgesamt wurden in den ersten drei Quartalen des Jahres 4.363 Transaktionen mit einem Gesamtwert von 190 Milliarden Euro getätigt. Während die Anzahl der Deals somit vergleichbar mit den ersten drei Quartalen von 2016 ist, stieg der Wert der Transaktionen deutlich um 30%.

Die Top Deals des Jahres waren bisher die 100% Übernahme der Linde AG durch die Linde in Irland mit einem Transaktionswert von 33 Milliarden Euro, gefolgt von der 100% Übernahme der Actelion Ltd. durch die Janssen Holding GmbH in der Schweiz (28 Milliarden Euro).
Die Übernahme der 1&1 Telecommunication SE durch die Drillisch AG bildet mit einem Transaktionswert von 5 Milliarden Euro den größten innerdeutschen Deal.

Mit einem Transaktionswert von 91 Milliarden Euro setzt sich der Bereich „Chemikalien, Gummi- und Kunststoffmaterialien“ an die Spitze der Industriesektoren mit insgesamt 391 Deals in den ersten drei Quartalen des Jahres. Bei der Anzahl der Transaktionen nimmt der Industriesektor „Maschinen, Anlagen, Ausstattung und Recycling“ mit 711 Transaktionen den ersten Platz ein gefolgt von Groß- und Einzelhandel mit 266 Transaktionen.

In den europäischen Rankings führt wieder einmal Großbritannien mit einem kumulierten Transaktionswert der ersten drei Quartale des Jahres von 208 Milliarden Euro. Deutschland belegt, insbesondere getrieben durch das starke 2. Quartal (u.a. Linde), den 2. Platz mit einem Transaktionswert von knapp 124 Milliarden Euro.

PE-Beteiligungen unterlagen ebenfalls starken Schwankungen im Laufe des Jahres. Während im 4. Quartal 2016 ein Transaktionswert von 9,5 Milliarden Euro erreicht wurde, fiel dieser um 80% auf 1,9 Milliarden Euro im 1. Quartal 2017. Im Laufe des Jahres erholte sich der Wert allerdings wieder und betrug 6 Milliarden Euro im 3. Quartal. Bei der Betrachtung der kumulierten ersten drei Quartale der Jahre 2016 und 2017, fallen die 2017er Zahlen allerdings deutlich schwächer aus, sowohl die Anzahl der Transaktionen als auch den Transaktionswert betreffend.

Quelle: Zephyr published by BvD

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